Kokosöl - Gesund für Haut und Körper

Kokosöl ist derzeit in aller Munde - denn es gibt einen regelrechten Hype um diese gesunde Frucht. Kokosöl ist vielseitig einsetzbar: In der Ernährung, als Biohack und Brainbooster und zur Körperpflege. Doch auch Kritik wurde in den letzten Wochen laut.

 

In diesem Artikel kläre ich darüber auf, wie gesund Kokosöl sein kann, was an der Kritik zu Kokosöl dran ist, wie man Kokosöl für Haut und Körper verwendet, wie es als Brainbooster effizient nutzbar ist und worauf Du beim Kauf von Kokosöl achten solltest.

Kokosöl - gesund für Haut und Körper
Kokosöl - gesund für Haut und Körper



Gewinnung von Kokosöl

 

Erst einmal: Kokosöl ist nicht dasselbe wie Palmöl. Diese Frage wird oft gestellt. Während das Palmöl aus der roten Frucht der Ölpalme gewonnen wird, entsteht Kokosöl aus den Früchten der Kokospalme. 

 

Wichtig beim Kokosöl-Kauf ist es, auf eine gute Qualität zu achten, das Öl sollte zudem Bio-Qualität haben. 

 

Zur Gewinnung von Kokosöl wird das frische Fruchtfleisch der Kokosnuss gepresst und somit Kokosmilch gewonnen. Anschließend wird daraus mithilfe verschiedener Verfahren Öl gewonnen. Eine andere Möglichkeit ist die Trocknung des Kokosnussfleisches (Sonne oder im Ofen) und anschließend kalt gepresst. Beide Methoden stecken hinter dem Begriff "natives Kokosöl". 

Man kann Kokosöl auch raffinieren, bleichen und deodorieren, dabei sinkt jedoch der Nährstoffgehalt des Öls wegen der starken Erhitzung.  

 

Ich persönlich bevorzuge Kokosöl aus biologischem Anbau - denn auch wenn wir Kokosöl konsumieren, ist die CO2-Bilanz natürlich katastrophal. Daher achte darauf, dass Du einen Anbieter findest, der neben der Bio-Qualität auch einen Ausgleich schafft - z. B. durch soziale Projekte oder das Pflanzen von neuen Bäumen.

 

Ich persönlich bestelle sehr gerne Kokosöl von Dr. Goerg*, denn hier wird einiges an sozialem Engagement getan. Daneben ist der Gehalt am Laurinsäure mit fast 60% einfach großartig hoch. Aber mehr dazu erfährst Du im Folgenden.



Allrounder Kokosöl - Ein Buch über die guten Eigenschaften

Dass Kohlenhydrate einen schlechten Einfluss hat, ist bewiesen. Doch welche guten Eigenschaften haben Fett - insbesondere Kokosöl? Das erklärt Ulrike Gonder in diesem großartigen Buch*. Inkl. Rezepte und Tipps für die Praxis.



Wertvolle Inhaltsstoffe: Laurinsäure, Caprylsäure, Caprinsäure

Laurinsäure (C12)

Gut für den Darm und mit antimikrobbieller Wirkung: Laurinsäure wird in der Leber verstoffwechselt und gibt dem Körper Energie. Der Anteil in Kokosöl macht etwa 50% aus.

Caprylsäure (C8)

Dies ist die wertvollste Fettsäure des Kokosöls (6%) und vielfach antimikrobiell wirksamer als die Laurinsäure. Caprylsäure gilt als wahrer Energie- und Brainbooster.

Caprinsäure (C10)

Zu 9% ist die Caprinsäure im Kokosöl enthalten. Sie braucht die Leber nicht zum verstoffwechseln aber sorgt gemeinsam mit der Caprylsäure für schnelle Energie.




Warum ist Kokosöl so gesund?

Laurinsäure zählt zu den langkettigen Fettsäuren (12-kettig - also C12), während Caprylsäure und Caprinsäure zu den mittelkettigen Fettsäuren zählen. Die mittelkettigen Fettsäuren (C8 und C10) stehen dem Gehirn schneller als Energie bereit. Dennoch sind sie in reinem Kokosöl nur zu einem geringen Teil vorhanden.

 

Vielleicht habt ihr schon einmal von dem MCT-Öl gehört (MCT = Mittelkettige Fettsäuren)? Eine Kombination dieses extrahierten Öls mit dem laurinsäurereichen Kokosöl gilt als die beste Kombination für Energie und Gesundheit, bzw. die Bildung von den wichtigen Ketonkörpern, die Treibstoff für das Gehirn sind. 

500ml Flasche mit 70% Caprylsäure und 30% Caprinsäure (Empfehlungslink)
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100% Caprylsäure aus der Kokosnuss
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Bis zu 59,42 % Laurinsäure
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Kokosöl in der Kritik - was war los?

 

Im Juni 2018 ließ eine Pressemeldung alle Kokosöl-Liebhaber aufschrecken, denn Frau Prof. Michels von der Universität Freiburg vertrat in einem YouTube Video - welches übrigens mittlerweile wieder gelöscht wurde - die Meinung dass Kokosöl reines Gift wäre. Sie verglich die gesättigten Fettsäuren mit dem von Schweineschmalz und leider hat sie keine fundierten Grundlagen in dem Artikel genannt.

 

Wie bereits in einem anderen Blogartikel über "Gesundes Fett" von mir beschrieben, herrschte lange die Meinung vor, dass gesättigte Fettsäuren nahezu giftig wären. Und so sind diese überholten Empfehlungen auch noch im Internet nachzulesen. Frau Michels stützte ihre These nun auf eine Empfehlung der American Heart Association. 

Fakt ist, dass Kokosöl das "gute" HDL-Cholesterin durch die enthaltenen mittelkettigen Fettsäuren erhöht, und zwar mehr als andere gesättigte Fette. 

 

Übrigens hat Frau Michels sich für den Satz "Kokosöl ist reines Gift" entschuldigt, die Wortwahl war in der Nachlese unangemessen. Dies hat man an den vielen Netzreaktionen gesehen, denn das Thema wurde nach Erscheinung des Videos kontrovers im Internet diskutiert. 

 

Insgesamt muss natürlich jeder selbst entscheiden, wie er seine Ernährung gestaltet. Meine Empfehlung ist, sich kohlenhydratarm zu ernähren und mehr gesunde Fette zu konsumieren. Erst die Kombination einer kohlenhydratreichen und fettreichen Ernährung kann einen gesundheitsschädlichen Einfluss haben.



Literaturempfehlung: Low Carb High Fat zum Abnehmen

Die Fettsäuren der Kokosnuss, allen voran die Laurinsäure, können vor chronischen Erkrankungen wie Alzheimer, Osteoporose, Herzinfarkt und Krebs schützen und das Immunsystem stärken. In diesem Buch werden die Vorteile von Kokosöl für die innere und äußerliche Anwendung beschrieben. 




Kochen mit Kokosöl - vielseitig einsetzbar und gesund

Den Geschmack von Kokosöl muss man mögen. Aber es gibt bei den verschiedenen Anbietern auch Qualitäts- und Geschmacksunterschiede. Während die deodorierten Kokosöle einen intensiveren Geschmack haben, gibt es Kokosöle mit einem sehr sanften Geschmack nach Kokos. Das Kokosöl von Dr. Goerg* ist ein eher sanftes Kokosöl. 

 

Ich liebe es zum Beispiel, Pfannkuchen in Kokosöl zu backen. Dies gibt einen ganz besonderen Geschmack. Auch für die asiatische Küche lässt sich das Kokosöl wunderbar einsetzen. 

Kokosfett ist sehr hitzebeständig, daher kann man es prima zum Braten, Kochen und Backen verwenden. Der Rauchpunkt liegt bei 200 Grad. Daneben ist es sehr lange haltbar. Auffällig ist die Konsistenz - bei einer Lagerung von über 23 Grad wird es durchsichtig-flüssig, während es bei kühleren Temperaturen weiß und fest ist. Dies stellt aber kein Qualitätsmangel dar. 

 

Gerade bei Süßwaren findet Kokosöl oft Verwendung, da aufgrund des Schmelzpunktes die Süßigkeiten auf der Zunge schmelzen.

 



Das Keto-Prinzip - Kokosöl in der ketogenen Küche

Bruce Fife gilt als "Kokosnuss-Papst" und hat ein Buch* über Abnehmen mit Kokosöl geschrieben. Hier findest Du 40 Rezepte zum Abnehmen, die auf einer ketogenen Ernährung basieren (striktes Low Carb High Fat - unter 20 g Kohlenhydrate pro Tag)



Kokosöl für die Haut - natürliche Hautpflege

Kokosöl ist ein natürliches Lebensmittel. Daher ist es auch prima für die Hautpflege geeignet. Ich selbst nutze keine herkömmlichen  Gesichtscremes mehr, sondern Kokosöl. Es hat im Winter eine wärmende Wirkung und im Sommer ist es leicht. Auch, wenn es fest ist, schmilzt es doch schnell bei Körperkontakt. Als Lippenbalsam lässt es sich ebenso prima nehmen. 

 

Besonders für trockene Haut ist Kokosöl super geeignet und macht die Haut geschmeidig. Durch die antibakteriellen Wirkung ist es zudem entzündungshemmend und ist eine Wohltat bei juckender und schuppiger Haut und sogar bei Akne und Pickeln.

 

Kokosöl mindert den Juckreiz bei Mückenstichen und lindert Sonnenbrand-Beschwerden.

 

Haarkuren mit Kokosöl sind prima gegen trockene Haare und eine schuppige Kopfhaut, eine Haarkur ist schnell hergestellt: 2 TL Kokosöl, 1 Ei, 2 EL Olivenöl und 1 TL Honig (Quelle) ergeben eine tolle Haarkur, die man über Nacht einwirken lassen kann.

 

Viele nutzen das Kokosöl auch als Fellpflege bei Tieren, es soll vor Zecken, Flöhen und Parasiten schützen. Auch bei Tieren kann man es innerlich wie äußerlich anwenden. Viele Hunde mögen beispielsweise den Kokosgeschmack gerne.



Gesünder geht kaum: Primal MCT-Öl mit dem Besten aus Kokosöl

Das geschmacksneutrale Premium-Extrakt aus Kokosöl stammt aus deutscher Entwicklung aus dem Hause Primal State. Es enthält 70% Caprylsäure und 30% Caprinsäure, ein super Brain-Booster - der die Konzentration stärkt und ein Booster für Deine Körperzellen ist.



Fazit und Zusammenfassung

Kokosöl ist ein aromatisches Lebensmittel und Pflegemittel in einem. Es ist vielseitig einsetzbar und hat wertvolle Inhaltsstoffe für eine natürliche Gesundheit von innen und außen. Probiert einfach aus, was man mit Kokosöl alles machen und herstellen kann. Aber achtet dabei auf eine gute Bio-Qualität. 


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