5 Ernährungsmythen aufgedeckt für eine gesunde Ernährung

Wir kennen sie alle, die Ernährungsmythen. Von "viele Mahlzeiten am Tag sind gesund" über "Diäten machen schlank" oder "Kaffee entzieht dem Körper Wasser" - viele dieser Irrglauben sind heute noch in unseren Köpfen. Sicher liest man immer wieder Neuigkeiten zur gesunden Ernährung, die auf den neuesten Studien beruhen. Aber immer sollte man auch schauen, wer diese Studie in Auftrag gegeben hat, und wer sie veröffentlicht. Sicher wird so auf Seiten von Zuckerproduzenten nichts zu lesen sein, dass Zucker schädlich sei - im Gegenteil. Daher ist ein gesundes Maß an Aufmerksamkeit und Misstrauen angebracht. 

 

Welche Ernährungsmythen kennst Du? Schreibe mir gerne in die Kommentare unter dem Artikel, welche Du noch kennst, und was Du davon hältst.

 

Meine Empfehlung: Abonniere einfach meine Videoserie "Intervallfasten", dann erhältst Du als Dankeschön einen Report, in dem ich weitere Ernährungsmythen beleuchte. Daneben habe ich Dir das Rezept für mein Lieblingsfrühstück aufgeschrieben sowie ein leckeres Pizzarezept. 

Aber nun zu den 10 Ernährungsmythen, die ich im Folgenden für Dich aufkläre:

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Ernährungsmythos 1: Diäten machen schlank

Um zu schauen, ob Diäten wirklich schlank machen, würde ich gerne den Begriff "Diät" näher unter die Lupe nehmen. Im Alltagsgebrauch bedeutet Diät eine eingeschränkte Ernährung, mit der man Gewicht verlieren kann. In Wirklichkeit ist der Begriff aber weitaus breiter gefasst: 

 

Wikipedia sagt

"Die Bezeichnung Diät kommt von altgriechisch δίαιτα díaita und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensführung“/„Lebensweise“ verwendet. Die Diätetik beschäftigt sich auch heute noch wissenschaftlich mit der „richtigen“ Ernährungs- und Lebensweise."

Quelle: Wikipedia

Hier unterscheidet sich interessanterweise die englischsprachige Bedeutung von der deutschsprachigen. Während die englischsprachige Sichtweise dem Begriff der wissenschaftlichen Definition entspricht, wird das Wort "Diät" im deutschsprachigen Raum mit einer bestimmten Ernährungsweise gleichgesetzt, die das Ziel hat, Gewicht ab- oder zuzunehmen, bzw. die zur Behandlung bei Krankheiten dienen soll. In diesem Fall können Diäten durchaus schlank machen, wenn sie eine langfristige Umstellung der Ernährung bedeuten.

Wir das Wort Diät aber umgangssprachlich gebraucht - also eine kurzfristige Reduktionsdiät, wie sie in vielen Zeitschriften angepriesen wird, dann trifft es zu, dass Diäten nicht schlank machen. Im Gegenteil, denn nach der Diät, wenn man wieder "normal" isst, dann tritt oft der sogenannte Jojo-Effekt ein. Das heißt, der Körper spürt, dass er wieder mehr Lebensmittel erhält und speichert sie für die nächste schlechte Zeit. Der beste Weg in einen Teufelskreis. Daher empfehle ich eine langfristige Ernährungsumstellen, wie beispielsweise das Intervallfasten.



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Ernährungsmythos 2: Eier steigern die Cholesterinwerte

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts war das Ei als Ursache für zu hohes Cholesterin in die Kritik geraten. Dies sollte Herz-Kreislaufkrankheiten begünstigen und so gab es in den 1960er Jahren eine regelrechte Kampagne gegen das Ei. Doch man hat herausgefunden, dass es weniger entscheidend für die Cholesterinwerte im Körper ist, wie viel Cholesterin man durch die Nahrung aufnimmt, sondern die erhöhten Werte des Cholesterins haben ihren Ursprung in gesättigten Fettsäuren.

 

Ausnahmen hierzu scheinen jedoch die gesättigten Fettsäuren aus Milchprodukten zu machen, die sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können. Doch besonders Transfettsäuren steigern die Cholesterinwerte im Körper, hier sollte man aufpassen. Übrigens ist es von Mensch zu Mensch verschieden, wie viel Cholesterin der Nahrung im Körper verarbeitet wird. 

LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin

Cholesterin verbindet sich als Lipid mit wasserlöslischen Eiweißstoffen, diese werden zu Lipoproteine mit verschiedenen Aufgaben im Körper.  Diese werden eingeteilt in LDL (Low- Density-Lipoproteine) und das HDL (High-Density-Lipoproteine). 

Das LDL wird aufgrund seines großen Lipid-Gehalts auch als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet und das HDL wegen seines geringeren Anteils an Lipiden als „gutes Cholesterin“. Pflanzliche Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind eine gute Basis für das HDL-Cholesterin.



Buch-Empfehlung: Die Cholesterin-Lüge

Professor Hartenbach klärt auf: Denn die Senkung der Cholesterinwerte ist für Pharmafirmen, Ärzte und Margarineindustrie ein Milliardengeschäft. Doch einige führende Wissenschaftlern halten diese Panikmache für schädlich und in vielen Fällen sogar lebensgefährlich.



Ernährungsmythos 3: Fett macht Fett

Du kennst sicher noch die Low-Fat-Ernährung oder Low-Fat-30? Hier plädieren die Befürworter für eine fettarme - aber kohlenhydratreiche Ernährung. Denn der Ursprung ist, dass durch die Nahrung aufgenommenes Fett die Ursache für Fettleibigkeit ist. Auch Light-Produkte mit Low-Fat sind eine regelrechter Hype der Lebensmittelindustrie.

 

Doch gesunde Ernährung sieht heute anders aus und der Ernährungsmythos Fett mach Fett gehört bereits jetzt der Vergangenheit an. Die Studie "Pure" deckt auf: Die Menschen, die sich vor allem kohlenhydratreich ernährten, bzw. mehr als 68%, haben ein erhöhtes Sterberisiko (28%) und Krankheitsrisiko. Wer jedoch mehr als 35g Fett täglich in seine Ernährung integriert, hat ein reduziertes Sterberisiko (23% niedriger als bei Menschen mit wenig Fettkonsum). Übrigens spielte es dabei keine Rolle, ob gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren konsumiert wurden. 



Ernährungsmythos 4: Smoothies sind gesünder als normales Essen

Generell ist den Smoothies positiv zuzuschreiben, dass durch das starke Mixen die Zellwände des Obst und Gemüses so zerkleinert werden, dass diese vom Körper weitaus besser aufgenommen werden können - siehe dazu auch meinen Blogartikel speziell zu den Green Smoothies. Trotzdem ist es gesünder, wenn das Obst und Gemüse auf herkömmlichen Weg verzehrt wird, wenn Smoothies aus folgenden Gründen getrunken werden:

 

Smoothies dienen oft als Saftersatz. Doch in einem Smoothie stecken wesentlich mehr Kalorien als in einem Fruchtsaft. Dies trifft besonders auf industriell hergestellte Smoothies zu, denn diese erhalten oft zugesetzten Zucker.

 

Smoothies werden gekauft statt frisch zubereitet. Wie eben schon gesagt sollte man genau auf die Zutatenliste schauen. Denn neben dem Zucker können auch Konservierungsstoffe enthalten sein. Und fraglich ist, wie viele Vitamine noch enthalten sind aufgrund des Herstellungsprozesses und der anschließenden Lagerung.  

Smoothies werden als Durtslöscher eingesetzt. Das ist fatal, denn ein Smoothie sollte eine komplette Mahlzeit ersetzen, aufgrund der hohen Kaloriendichte. Reine Obstsmoothies sind sogar mit Süßigkeiten gleichzusetzen. 

 

Smoothies ersetzen frisches Obst und Gemüse. Hier ist der Nachteil, dass der Sättigungseffekt durch das Fehlende Kauen nicht eintritt und so auch zu viel Obst und Gemüse konsumiert werden kann. Ein Smoothie hat übrigens mehr Kalorien als ein Glas Cola. 


3 Tipps für gesunde Smoothies

Natürlich gibt es viele positive Eigenschaften von Smoothies für Deine gesunde Ernährung - speziell bei den Green Smoothies. Doch Du solltest drei Punkte beachten: 

  1. Bereite den Smoothie aus frischen Zutaten selbst zu.
  2. Ein Smoothie dient zum Ersatz einer Mahlzeit und ist kein Durstlöscher.
  3. Bereite Deinen Smoothie mit einem höheren Gemüseanteil als Obst zu, das ist besser für Deine Kalorienbilanz.

Rezepte für Grüne Smoothies zum Smoothie selber machen

In dieser aktualisierten Neuausgabe des Weltbestsellers stellt Victoria Boutenko 10 erprobte Rezepte aus ihrer Grüne-Smoothie-Apotheke vor. Sie stärken unsere Selbstheilungskräfte können so bestimmten Erkrankungen vorbeugen sowie kleinere Unpässlichkeiten kurieren helfen.



Ernährungsmythos 5: Viele Mahlzeiten am Tag sind gesund

Generell kommt es darauf an, wie viele Kalorien am Tag Du zu Dir nimmst und ob Du Dich gesund ernährst. Bist Du im Defizit - nimmst Du ab. So einfach ist das. Doch hier stellt sich die Frage: Esse ich meine Kalorien am Tag mehrfach in kleinen Mahlzeiten, oder lieber in wenigen, großen Mahlzeiten? Dazu schauen wir uns den Insulinspiegel an. Wird er ständig "angefüttert", bleibt er auch ständig auf einem hohen Niveau. Und ein hoher Insulinspiegel verhindert den Abbau von Körperfett und verursacht dazu noch Heißhunger.  Das kann sehr anstrengend für unseren Körper sein, da er nicht zur Ruhe kommt. 

Daher empfiehlt es sich eher, sich in drei Mahlzeiten satt zu essen und dem Körper eine Ruhepause von 4-5 Stunden dazwischen zu gönnen. Beim Intervallfasten geschieht dies automatisch. Bei der 16 zu 8-Methode profitiert der Körper von einer Essenspause von 16 Stunden. In 8 Stunden nimmt man dann seine Mahlzeiten zu sich. Sind diese groß genug, reichen dem Körper irgendwann 2 große Mahlzeiten. Jedoch kann es bei manchen Krankheiten - wie Reizdarm, sinnvoll sein, kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Doch auch hier kann eine längere Essenspause für Erholung sorgen.



Fazit der Ernährungsmythen für eine gesunde Ernährung

Grundsätzlich ist es immer wichtig, sich selbst und sein Essensverhalten zu beobachten und auf eine gesunde Ernährung zu achten. Es gibt tatsächlich Menschen, die vertragen Kohlenhydrate besser als andere. Während ich auf Kohlenhydrate mit Herzrasen reagiere, können andere ohne gut schlafen. Probiere einfach aus, was Dir selbst gut tut. Die Ernährungsmythen beziehen sich vor allem auch darauf, WAS Du isst. Das Intervallfasten kombiniert dazu die Zeiten WANN Du isst. Ich wünsche Dir viel Erfolg!


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Kommentare: 2
  • #1

    Kevin Klamt (Donnerstag, 18 Oktober 2018 18:31)

    Danke für deine Aufklärung :-)

    Was ich immer ganz spannend finde ist, dass viele Menschen nicht mit Olivenöl anbraten, weil sie davor gewarnt wurden. So lange es kein ungefiltertes Öl ist, ist es nämlich aufgrund des hohen Anteils einfach ungesättigter Fettsäuren bestens dafür geeignet.

    Also bis 180 °C sehe ich da kein Problem (So heiß wird es in der Pfanne eh meist nie). Das bestätigen auch viele Studien.

    Ein teures Spitzenöl würde ich jedoch nicht dafür verwenden. Das wäre zu schade!

    Zählt das jetzt überhaupt als Ernährungsmythos? �

  • #2

    Susanne (Freitag, 19 Oktober 2018 16:17)

    Lieber Kevin,

    danke für Deinen Hinweis, das ist eine interessante Ergänzung! Aber es ist durchaus ein Ernährungsmythos, dass Olivenöle nicht zum Anbraten genommen werden sollten. Danke dafür!

    Susanne